Forschungsprojekte
Vogelmalaria auf Madagaskar

Im Zentrum dieses Projekts steht die Erforschung der Vogelmalaria auf Madagaskar, mit einem besonderen Fokus auf die Vogelgemeinschaften im Maromizaha-Regenwald sowie auf der Insel Nosy Saba. Seit 2003 wird hier eine der ersten groß angelegten, molekularbasierten Langzeitstudien durchgeführt, die kontinuierlich neue Einblicke in die Vielfalt der Parasiten und Vektoren liefert. Dabei konnte der Vielfalt der Vogelmalaria-Parasiten erfasst werden, was dazu führte, dass Maromizaha seit 2018 offiziell als Parasiten-Biodiversitäts-Hotspot gilt (Musa et al. 2019). Darüber hinaus werden verschiedene Einflussfaktoren auf Infektion unterschucht. Dazu zählen Alter und Geschlecht der Vögel, ihre Lebensräume, phylogenetische Zusammenhänge der analysierten Linien (Haplotypen) sowie ökologische Einflüsse (Wirt-Parasiten-Präferenz, Spezialisten/Generalisten, usw..).
Vogelmalaria bei Zugvögeln

Ein weiterer Forschungsschwerpunkt liegt auf der Vogelmalaria bei Zugvögeln, wo Zugvögel an verschiedenen Standorten in Deutschland (darunter Hamburg, Mettnau und die Zugwiesen) sowohl vor als auch nach ihrem Zug untersucht werden. Ziel ist es, die geografischen Übertragungsgebiete der Parasiten besser zu identifizieren und die Dynamik von Infektionen entlang der Zugrouten zu verstehen. Auch in diesem Kontext werden potenzielle Einflussfaktoren analysiert, so wie Alter, Geschlecht, ökologische Bedingungen sowie die individuellen Zugstrategien der Vögel. Dadurch entsteht ein umfassenderes Bild darüber, wie Migration die Verbreitung von Krankheitserregern beeinflusst.


